Disminded - Out Of The Ashes (2015)

Nach der EP aus dem Jahre 2013 kommen die 4 Jungs aus Wesel am Niederrhein endlich mit ihrer ersten Full-Length um die Ecke und konnten hier sogar Dan Swanö für Mix &Mastering gewinnen. Das Dingen klingt somit deutlich wuchtiger und sauberer als die EP. 7 Songs mit einer Spielzeit von 33 Minuten haben es auf das Album geschafft. Geboten wird darauf nach wie vor eine treibende Mischung aus Death- und ThrashMetal. Die Core-Anleihen hingegen sind meinem Gefühl nach etwas in den Hintergrund gerückt und tauchen nur noch in Form von dezent platzierten PigSqueels auf. Dafür sind gen Skandinavien schielende Melodien stärker in den Vordergrund gerückt, welche den Songs mehr Atmosphäre verleihen und den Songs mehr Wiedererkennungswert verleihen.



Leider beginnt das Album mit "Eye See" recht unspektakulär. Es beginnt zwar mit einem prägnanten Riff und es gibt auch ordentlich auf die Zwölf aber der Refrain will mir einfach nicht so recht gefallen. Erst ab der Hälfte bekommt der Song durch Tempodrosselung und dem vermehrten Einsatz von Melodien eine für mich interessante Note. Weiter geht es dann aber mit dem Kracher"RayOfHope". Der Song beginnt recht flott und erinnert mich ein bisschen an "Phobia" von Kreator bevor er dann in einem recht prägnanten, von melodischen Leads begleiteten Refrain, mündet. Live dürfte das Teil sicherlich gut einschlagen. "Like a Phoenix" steht dem in nichts nach und groovt von der 1. Sekunde an. Hier kommen erstmals die PigSqueels über einen längeren Zeitraum zum Einsatz. Ansonsten gibt es das für Disminded inzwischen typische Riffing auf die Ohren. Es folgt das knüppelnde aber dennoch sehr melodische "OneDay",dass sicherlich zu den melodischsten und eingängigsten Songs der Bandgeschichte gehören dürfte. Hier muss vor allem der durch seine Soli überaus melodische und verspielte Mittelteil hervorhoben werden. Auch schimmert der skandinavische MelodicDeath immer wieder hervor. "Stomp" klingt sogar noch einen Ticken schwedischer, bleibt für mich aber eher unscheinbar. "WelcomeToHell" kommt leicht angeschwärzt daher und Fronter Kevin zieht hier mit in die Länge gezogenen Growls und Screams alle Register seines stimmlichen Könnens. Mit "BurningFaces" klingt das Album nochmals überaus melodisch und auf Grund des deutlich gedrosselten Tempos fast schon melancholisch aus.



Fazit: Disminded schaffen es sich in allen Belangen zu steigern und überzeugen mit einer leichten Neuorientierung in Richtung skandinavischer MelodicDeath. Hierbei gelingt es ihnen abermals recht eigenständig zu klingen, sei es durch die für Dismindedinzwischen recht typische Art des Riffings oder aber den prägnanten Vocals. Auch Drummer Pippo leistet an seiner Schießbude ganze Arbeit und fertigte zudem das Artwork an, welches wie schon auf der vorangegangenen EP in schwarz-weiß gehalten ist und ein Mischwesen aus Mann/Frau/Langsuir (inzwischen das Bandmaskottchen?) zeigt. Jedem der sich einen ersten Eindruck von der Band mach will sei das unten verlinkte Video zu "Like A Pheonix" ans Herz gelegt. Die CD kann für faire 8€ über die Facebookpage der Band erworben werden.



Disminded – Out Of The Ashes


Sound: 4/4

Songwriting: 3/4

Design: 2/2

Innovation: 2/2

Gesamt: 11/12 Punkte Disminded-OutOfTheAshes.jpg



Tracklist:

1. Eye See

2. No Ray Of Hope

3. Like A Pheonix

4. One Day

5. Stomp

6. Welcome To Hell

7. Burning Faces



Anspieltipps:

No Ray Of Hope, Like A Phoenix, One Day




Disminded is:

Kevin – Vocals

Auer – Guitars

Bürste – Bass

Pippo – Drums



Label: Eigenregie



https://www.facebook.com/pages/Disminded/227107580669885?





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    Kommentare 1

    • Disminded Live zu erleben macht einfach am meisten spaß!