Ein klitzekleiner Social Media Leitfaden

Da liest man sich so durch die Gegend und stolpert über einen Blogeintrag, welcher sich mit dem wichtigen Thema „Newsfeed Facebook“ befasst. Das der blaue Riese hin und wieder seinen Algorithmen ändert, um den Nutzern „die bestmögliche Erfahrung“ zu liefern, ist ja nichts Neues. Wenn einem besagter Blogeintrag dann aber sinnbildlich sagt: „Wir können da auch nix machen, seht zu wie ihr klar kommt.“, dann fragt man sich nach dem eigentlichen Sinn des Artikels.

Gut ... für mich bedeutet das, holen wir doch mal diesen alten, bereits angefangenen Text hervor und beenden ihn endlich mal.



Jede Band fängt mal klein an. Und wenn der eigene Name noch nicht eine gewisse Bekanntheit erreicht hat, muss man seine Fans gelegentlich darauf hinweisen, dass einen noch gibt.

Grundsätzlich gilt, eine eigene Homepage bleibt das A und O als Aushängeschild. Und nein, nicht Bandcamp oder ähnliches, sondern eine echte Webseite. Günstige oder gar kostenlose Baukastensysteme, gibt es zur Genüge. Dieses muss dann nur noch mit Inhalten befüllt werden.

Nichts desto trotz braucht man, um heute einigermaßen mit seinen Fans in Kontakt zu bleiben, Social Media. Ich möchte versuchen euch am Beispiel der beiden wahrscheinlich größten Netzwerke, einige, kleine Kniffe aufzuzeigen, das die Kommunikation über diese Kanäle kein Hexenwerk sein muss. Natürlich gilt auch hier, die perfekte Allroundlösung gibt es nicht.

Und wenn ihr einen besseren Weg kennt ... immer raus mit der Sprache!



Twitter:

Ausreichend Informationen in 140 Zeichen zu verpacken, ist manchmal echt mühsam. Deswegen gilt beim blauen Vogel umso mehr, keine Reden schwingen sondern auf den Punkt kommen. Und so unschön einem die Hashtags vorkommen, haben sie auf de Kurznachrichtendienst tatsächlich enormes Gewicht, sodass diese nicht weggelassen werden sollten. Denn durch diese Tags verbreiten sich eure News auch in Kanälen, welche nicht eure direkten Follower sind.

Und dennoch, hier einen gesunden Ausgleich zwischen Informationen und dem vorhandenem Platz zu finden, ist manchmal aber einfach nicht möglich.

Im Netz gibt es aber zahlreiche Anlaufstellen, die 140 Zeichen auszudehnen. Der Dienst TallTweets z.B. teilt zu lange Nachrichten in einzelne, der Begrenzung entsprechende Tweets auf. Die meisten anderen Dienste nutzen aber eine externe Anlaufstelle, auf welcher dann der komplette Text zu sehen ist. Alles nicht das Gelbe vom Ei und wenn man eh schon auf eine andere Seite weitergeleitet wird, kann man es sich auch noch einfacher machen:

Verknüpft sein Facebook Bandprofil mit seinem Twitteraccount, wird automatisch jeder aktualisierte FB Status getweetet. Ist er zu lang, wird ein Link zur FB Seite gesetzt. Simple as usual.

Subjektiv betrachtet würde ich aber behaupten, ist ein Twitter Account für eine vergleichsweise noch unbekannte Band nicht nötig, da die Verbreitung der Inhalte sich effektiv doch recht schwierig gestaltet. Um zumindest vertreten zu sein, empfiehlt sich die zuvor genannte Verknüpfung mit einem anderen Social Network.

Übrigens, ein unschöner URL Shortener bringt gar nichts. Links werden auf Twitter automatisch gekürzt und nehmen, egal ob 'geshortet' oder nicht, die selbe Anzahl an Zeichen in Anspruch. Also lasst lieber gleich den originalen Link, damit der Nutzer sieht, wo er landet.


UPDATE: Und in dem Moment, wo ich den Text zu Ende schreibe ist die 140er Regel auch schon gefallen. Nun stehen euch 280 Zeichen zur Verfügung! Haut in dieTasten!



Facebook:

Hierzu könnte man sicher Romane schreiben, welche dann aber gerade mal eine Haltbarkeit von vielleicht einem Jahr haben würden, so oft wie sich Facebook etwas Neues einfallen lässt. Dennoch dürfte inzwischen jedem bewusst sein, dass es heutzutage leider nicht mehr ohne es geht.


Eine kritische Betrachtung der AGB, der diversen Neuerungen oder unwillkürlichen Strafen sind wichtig und richtig, trotzdem sollte man nicht vergessen, dass einer jungen Band hier ein mächtiges und vor allem kostenloses Instrument zur Verfügung gestellt wird, um die eigenen und neue Fans zu erreichen.

Durch irgendwelche Logarithmen entscheidet ja inzwischen nicht mehr die Band selbst, sondern FB was bei euren Followern ankommt. Natürlich möchte der blaue Riese hier auch ein paar Werbeeinnahmen generieren - ohne Frage - aber man muss als Fan auch feststellen, dass die Filterung teilweise seine Berechtigung hat. Möchten eure Fans wirklich wissen, wie euer Wurstbrötchen aussieht, wann sich euer Drummer mal wieder nicht gewaschen hat, die wievielte Saite dem Basser bei der Probe gerissen ist?

Auf Grund solcher meistens uninteressanten Beiträge wird inzwischen viel raus gefiltert, also versucht euch möglichst auf qualitative und informative Beiträge zu konzentrieren. Leider wird aber auch davon zu viel herausgefiltert, da dieser komische Logarithmus nicht wirklich zwischen guten und schlechten Posts unterscheiden kann.

Was also tun, um möglichst viel Personen zu erreichen? Teilen, Teilen, Teilen! Teilen ist aktuell das A und O auf Facebook. Inzwischen sollte jeder wissen, dass es Massen an Themengruppen auf Facebook gibt.

Tretet diesen Gruppen bei und teilt den Beitrag so oft wie möglich. Gerade dort findet man mit nur ein wenig Glück auch noch neue Fans.

Dass die eigenen Bandmitglieder den Beitrag auf ihrem eigenen Profil teilen, sollte als selbstverständlich angesehen werden.

Um eure eigenen Follower der Bandseite besser zu erreichen, könnt ihr sie auch auf das Feature der Interessenlisten hinweisen. Haben sie eure Seite 'geliket' und fügen euch dann zu einer solchen Liste hinzu, erscheinen alle eure Beiträge meist wieder automatisch im Home Feed. Zumal Interessenlisten auch für sich allein ganz hilfreich sind, um hier und da die Übersicht zu behalten.



Fazit:

Nur die Hände in den Schoß legen und Meckern über zu wenig Reichweite nutzt nichts. Man muss zwar hier und da ein paar Weichen stellen, hat dann aber mit den Sozialen Netzwerken ein kostenloses und gewichtiges Sprachrohr um mit seinen Fans im Kontakt zu bleiben.

    Teilen

    Kommentare 1

    • Es heißt korrekt Algorithmus.