Seconddeath - Massacre Of Death (2017)



Okay, okay ... genug der leicht geflunkerten und gedrungenen Einleitung. Wie schon vier Jahre zuvor überzeugten das Todesschwadron von Seconddeath mit ihrer fulminanten Live Performance im Metal Keller. Mit im Gepäck des Quartetts aus Knappensee, das Debütalbum*** "Massacre Of Death"!

Dieser Silberling aus einem düster drein blickendem DigiPak vereint elf Tracks, welche 46 Minuten nur so auf einen einprügeln. Keine Pause - keine Gnade!


Mit dem Opener "Aura Eines Toten" und dem sechsten Track "Katharsis" dröhnen auch ein paar alte Bekannte der 2013er Promo CD aus den Boxen. Und genau an diesem ist deutlich die Entwicklung der letzten Jahre zu erkennen. Das Dresdener Virtuose Vibes Tonstudio hat dem damals bemängeltem Druck der DIY Promo endlich einen Kanal gegeben! Somit bollert das gesamte Album in einer Wucht aus der Anlage, die das Quartett nur noch Live toppt.


Der Rest der Titelliste muss dabei natürlich nicht hinter den beiden Aushängeschildern verstecken, da die krachende Langrille durchgängig ihr Niveau hält. Allerdings bringt dies auf die Spiellänge auch eine gewisse Monotonie mit sich, welche nur selten mit kurzen Melodieeinlagen wie in "Kamerun" oder "Tobsucht" gebrochen wird. Aber hey, wir sind ja nicht zum Schunkeln hier, denn wie heißt es da passend in "Ausgebrannt"? "Hört mein großes Maul, weil ich auf die Fresse will!"


Dabei dominieren die überwiegend deutschen Growls von Fronter Heiko dieses Gesamtpaket Death Metal, welches hier und da Erinnerungen an die frühen Amon Amarth aufkommen lässt - nur wird das Met Horn gegen einen Shot Mexikaner getauscht.



Fazit:

Mit diesem knallharten Death Metal Brett haben Seconddeath ein beachtliches Debütalbum*** zusammengezimmert. "Massacre Of Death" läßt erahnen, was die Jungs Live auf dem Kasten haben und darf jedem der auf Spielereien auf dem Griffbrett und Stadienhymnen verzichten kann, als "Das Kalte Herz" gelegt werden. Moshgaratie gratis!

Mit den meist deutschen Texten schlagen Seconddeath dabei mit ihrer Axt in eine Kerbe, welche künftig sicher noch mehr Beachtung zukommen wird.



*** Nachtrag - Wenn man nicht sauber recherchiert: Auf Grund der falschen Listung bei Metal Archives als Demo, habe ich das eigentliche Debütalbum von Seconddeath namens "The Autopsy" irgendwie unterschlagen. Somit "Massacre Of Death" natürlich die zweite Langrille des Quartetts. Mein Fehler!



Bewertung:


Songwriting: 3/4

Sound: 3/4

Innovation: 1/2

Design: 2/2

Gesamt: 9/12



Tracklist:

  1. Aura Eines Toten
  2. Kamerun
  3. Zu Stein Geworden
  4. Cupboard Of Horror
  5. Tobsucht
  6. Katharsis
  7. Bodybuilding
  8. Könige Aus Holz
  9. Das Kalte Herz
  10. Ausgebrannt
  11. Sehnsucht Und Fleisch


Die Band:

  • Heiko - Gesang
  • Jens - Schlagzeug
  • Kai - Gitarre
  • Pierre - Bass




http://seconddeath.de/

https://www.facebook.com/secondeathband/

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