27.12.2017 - Illdisposed & Torture Pit

Wie schon in den letzten Jahren statten die "schwulen Nutten aus Dänemark" Illdisposed auf ihrer Weihnachtstour der Hauptstadt einen Besuch ab. Für mich ist das fast schon eine Tradition. Also machte ich mich auf den Weg in den Nuke Club nach Berlin.


Der Abend begann mit den Local Heroes Torture Pit. Leider war ich etwas spät dran und verpasste die ersten Songs. Mir war die Band bis dahin leider unbekannt. Ich muss doch öfter mal aus dem Haus gehen. Jedenfalls wütete auf der Bühne eine ordentliche Portion Death-Metal, überwiegend im Mid-Tempo-Bereich. Der Sound war zwar relativ dumpf, passte aber ganz gut zur dargebotenen Musik. Die getriggerte Bassdrum kloppte ganz schön ins Hirn. Zwischen den eigenen Songs der Band erkannte ich sogar ein Stück "Roots Bloody Roots" von Sepultura, was ziemlich gut zum Rest passte.


Bei den Zuhörern im gut gefüllten Saal kam das Dargebotene recht gut an. Die Jungs suchen übrigens noch nen zweiten Mann an der Gitarre. Wer also Bock auf ordentlich Death-Metal hat und 6 Saiten bedienen kann, sollte sich umgehend melden.


Setlist Torture Pit:

Warbeards

Fire

Shooter

T.P.B.J.

Upgrade

You're Out

Attitude

Dethmass


Nach einer kurzen Umbaupause ertönte "To Have And To Hold" von Depeche Mode. Damit beginnt jedes Illdisposed-Konzert. Zu meiner Überaschung und persönlichen Freunde ging es los mit "Die Kingdom" vom großartigen Album Submit. Danach folgte auch ohne große Pause "I belive in me" von 1800 – Vindication.


Bo Summer ist wieder in Bestform, die Ansagen sind heute recht kurz, aber auf den Punkt. "Wir sind alt und heute ist Mittwoch" sorgt für Freude im Publikum. Nach "Your darkest son" folgt für mich mit "Near the gates" vom 97er Album There's somthing rotten ... ein weiteres Highlight im Set.


Danach wird erstmal auf Lemmy angestoßen. Bo Summer erinnerte sich, dass sie vor zwei Jahren auch in Berlin gespielt hatten und nach ihrem Gig von Lemmys Tod erfuhren. 


Die nächste Überraschung kam in Form von "Case of the late pig" vom Burn me wicked-Album. Der Song ist Live doch eine Seltenheit. Aber das Publikum feierte. Der Sound war im Übriegen wie immer fett. Nach "Weak is your god" und "Dark" wurde dem Publikum dann erstmalig die dänische Barbie vorgestellt. Hierbei handelte es sich um eine nette junge Dame, die Freundin von Gitarrist Ken Holst. Dies wurde mit lautem Applaus und Pfiffen begrüßt.


Weiter geht es mit der Walze schlechthin "Throw your bolts". "A Child is missing" und "Purity of sadness" sind die letzten beiden Songs des regulären Sets und sorgen noch einmal für fliegende Mähnen im Publikum. Die Band bedankt sich und mit den Worten "Uns gibt es schon 27 Jahre und wir haben nichts geschafft" geht es in eine sehr kurze Pause. Als Zugabe folgen natürlich "Ich bin Ich bin verloren in Berlin" und "Submit", bei dem die Menge nochmal alles gibt. Sogar zwei Stagediver setzen zum Flug an und werden durchs Publikum getragen.


Wie schon so oft beenden die Dänen den Konzertabend mit" Now we are history". Einen passenderen Abschluss gibt es, glaube ich, nicht. Und so endet ein schöner Mittwochabend um ca 22.45 Uhr mit einem zufriedenen und mit Sicherheit leicht angetrunkenem Publikum.


Setlist Illdisposed:

Die Kingdom

I Believe in me

Your Darkest Son

Near the Gates

Case of the Late Pig

Weak is your God

Dark

Throw your bolts

A Child is missing

Purity of sadness

Ich bin verloren in Berlin

Submit

Now we are history

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