Bloody Invasion - Über Zombies, Protzen und die Weltherrschaft

Was hat euch bewegt, als ihr euch 2012 für eine neue Death Metal Band zusammengeschlossen habt?

Atzek: Ich hatte über die Jahre bei denen ich in Succubus und Burning Steel am Schlagzeug saß genug Zeit Songs zu schreiben, die aber stilistisch nicht zu den beiden Bands passten.

Als sich Burning Steel dann 2012 auflösten, war die Idee geboren, eine Band zu gründen in der ich Chef sein darf *hust* und wieder Gitarre spielen kann.




In dieser Zeit hat sich ja schon einiges getan. So ist die Position hinter den Kesseln inzwischen schon zum vierten Mal neu besetzt worden. Ich stelle mir vor, dass es da gewisse Schwierigkeiten gibt, im gewünschten Maße die Band voran zubringen?

Atzek: Also… Korrektur zum fünften mal am Drum und der dritte Bassist, (ha,ha) und der entscheidende Grund dafür war meist, dass wir ein großes Arbeitspensum haben. Lange Proben, viele Konzerte, wir machen alles selber.

Aber der Spaß geht dabei nicht flöten. Es muss menschlich passen und dann macht das auch gemeinsam Laune. Ich denke, jetzt nach sechs Jahren haben wir ein stabiles Line Up. Mit Anja am Schlagzeugund Martin am Bass läuft es nun endlich rund.

2014 haben wir zum Beispiel 24 Gigs abgerissen. Pro Jahr so zirka acht bis zwölf Gigs ohne Label, finde ich, ist schon ordentlich. Wir hatten das Glück unter anderem mit Grave, Pungent Stench, Napalm Death und anderen uns die Bühne teilen zu dürfen.



Was mich als Fan und Nicht-Musiker immer wieder erstaunt, ist, wenn Bandmitglieder in mehreren Projekten aktiv sind. Wirkt sich dies positiv auf den kreativen Schreibprozess aus? Wie setzt man da Prioritäten?

Atzek: Also ich persönlich finde es gut in zwei Band zu spielen. Da man sich hier und da austoben kann,

denke schon das sich das positiv auf beide Bands auswirkt.



Was unterscheidet Bloody Invasion von den anderen Death Metal Bands, welche so am Start sind?

Atzek: Was unterscheidet uns von anderen … ? Ich denke, wir haben ein gutes Konzept mit unseren Zombies und dazu passenden Bühnenoutfits. Immer einen selbst kreierten, fetten Sound und live immer professionell plus Spaß dabei.



2015 erschien dann eure erste selbst betitelte EP. Via WormHoleDeath Records wurde das gute Stück auch in die weite Welt getragen. Wie war damals das Feedback auf das Debüt?

Atzek: Ja die EP „Bloody Invasion“ ist auf 1.000 Stück gepresst worden und in den weltweitem Vertrieb gegangen, Japan, USA, Italien und so weiter.

Das Feedback war durchweg immer positiv. Lustig waren die ersten Reaktionen aus Japan, aber reich sind wir immer noch nicht. *lach



In diesem Jahr nun die erste Langrille mit dem düsteren Titel „Zombie Society“. Was erwartet den Hörer für eine Welt auf dem Album?

Atzek: Also die Songs wurden von Christian (Gitarre) und mir geschrieben und teils im Proberaum oder bei

Christian zu Hause im Studio verfeinert. Wir haben uns da schön ausgetobt, aber nie den Roten Faden verloren. Wir hatten Spaß!

Es ist eine Mischung aus Allem, was wir gerne hören, Genre übergreifend.

Das Zombie Thema wird von uns so gesehen, dass wir die Zombie Armee sind und die Weltherrschaft an uns reißen, ohne das es blutig wird. Textmäßig werden aber auch ernste, aktuelle Themen behandelt. Wir lieben immer die Kontroverse zwischen dem, was von uns erwartet wird und was wir daraus machen.

Hört rein, habt Spaß und bildet Euch selbst eine Meinung.



Wie entsteht ein solcher Output? Es sind ja nun keine Themen, welche das Leben schreibt.

Atzek: Ja, bei uns kommt erst ein Songgerüst, dass dann gemeinsam verfeinert wird. Dann kommt der Text drüber fertig. Das Album ist klassisch entstanden, Pilot Gitarre auf einen Klick Track eingespielt, danach das Drum aufgenommen, dann Rhythmus Gitarren, Bass, Vocals, Lead, Akustik und Solo und Intros zum Schluss.

Das alles zu Hause allein Aufgenommen und zum Mix und Mastering vorbereitet. Dann ab ins Hell-Sounds Studio zu Ronny und Flo und dort gemixt & gemastert, fertig.

Marc von Lifeless hat uns das Cover und die Shirt Designs gezeichnet. Wwr haben dann das Booklet und unseren Merchandise grafisch selbst gestaltet, alles ab zum Label und raus damit. Hat ja alles nur so zirka ein Jahr in Anspruch genommen. *heul



Später im Jahr soll dann auch noch die Vinyl Veröffentlichung erfolgen. Wie wichtig ist dieser Schritt für euch persönlich aber auch wirtschaftlich gesehen?

Atzek: Wirtschaftlich? Alles egal! Vinyl !

Wir sind ja selbst Sammler und Fans und freuen uns nartürlich wie Bolle, dass das klappt!



Standesgemäß soll Zombie Society pünktlich zu DEM regionalen Festival überhaupt erscheinen - dem Protzen Open Air. Was verbindet ihr persönlich mit dem POA?

Atzek: Persönlich verbindet mich ganz viel mit dem Protzen Open Air, viele werden es nicht wissen, nur die Fans der ersten Stunde, ich bin der Erfinder dieses Open Airs.

Ich habe das erste Open Air damals noch unter dem Namen „Hard & Dark Festival“ gegründet. Dann ein Jahr später auf Protzen Open Air umgetauft und veranstaltet.

Aus finanziellen Gründen - alles alleine Stemmen – habe ich es dann, glaube acht Jahre später, an das Dead Land und Mario abgegeben. Ich bin aber bis heute immer noch beratend tätig und am Wochenende selbst koordiniere ich den Bühnen- und Backline Auf- und Abbau.

Wir freuen uns natürlich dort unsere Record Release Party zu machen und haben auch ein besonderes Set zusammen gestellt, sowie unseren Merchandise Vorrat aufgestockt. Ein, zwei Überraschungen mit dabei sind auch noch dabei. Kommt an unseren Stand und überzeugt euch!



Wo wir gerade beim Thema Live Auftritte sind. Gerade in den weitläufigen Regionen von Brandenburg sind Connections das A und O. Gigtausch, Promotion etc. … Wie sind da eure Erfahrungen? Klappt das gut in unserer lokalen Szene?

Atzek: Ja, Connections sind wie bei allem anderen das Wichtigste. Aber ich selbst bin schon seit 1986 mit meinen Bands in der Szene unterwegs und habe so einiges Aufgebaut. Das klappt ganz gut, würde ich sagen.




An welcher Schraube könnte man noch drehen, damit sich da etwas bessert?

Atzek: Ich weiß nicht, was da noch verbessert werden kann. Es gibt so viele Plattformen, wo man nach Gig- Angeboten suchen kann. Ich/wir betreue/n glaube alleine sieben bis zehn Seiten.

Wir können Tauschkonzerte anbieten, da ich noch ne kleine Konzertreihe mache.

Die Atzek´s Headbangers Night, einmal im Jahr mit einem kleinem aber feinem Team, lassen wir es in Neuruppin im JFZ ordentlich krachen.



Wo seht ihr Bloody Invasion in fünf Jahren? Wie sind eure Zukunftspläne?

Atzek: An der Weltherrschaft !!!

Nein, keine Ahnung. Wir wollen schon mit der neue Platte einen großen Schritt weiter kommen. Dafür haben wir ja ein gutes Label (Bret Hard Rec.) im Rücken und eine gute Mannschaft an Bord.

Geile Gigs, vielleicht eine Tour ... schauen wir mal was passiert.

Wir wollen mit Euch einfach eine gute Zeit haben - vor der Bühne und auf der Bühne. Alles andere ist nur

Spekulation und dafür ist das Leben viel zu kurz.



Und jetzt ist es Zeit eure Abschlussworte an unsere Leserschaft zu richten. Haut rein:

Atzek: Metal will never Die!!!

See you on Stage!!!

Stay Bloody!!!




Die Band:

All Vocals: Max

Rhythm & Accoustic Guitar: Marek

Lead & Rhythm Guitar: Christian

Bass: Martin

Drums: Anja


Discography:

2014 - Bloody Invasion EP

2018 - Zombie Society



Nächste Tourdates:

22.06.18 - Protzen Open Air

13.07.18 - Archiv, Potsdam

13.10.18 - Fellfresse, Wismar

22.11.18 - Blackland, Berlin

01.12.18 - Hacienda, Dallgow




www.bloody-invasion.com

www.facebook.com/BloodyInvasion
www.brethard.de

www.wormholedeath.com

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