Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen CTS Eventim ein


Nach Informationen der Welt am Sonntag hat das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen den Online Ticket Verkäufer CTS Eventim eingeleitet. Es soll geprüft werden, ob das Unternehmen seine Marktmacht missbrauche. Bereits seit November letzten Jahres soll "die kartellrechtlich Zulässigkeit verschiedener Geschäftspraktiken von CTS geprüft" werden.



CTS Eventim ist der Branchenriese im Ticketverkaufsbereich in Deutschland. Das Firmengeflecht besteht aber nicht nur aus Kartenverkäufen. Das Bremer Unternehmen ist ausserdem an Veranstaltungsbüros, beispielsweise Marek Lieberberg und Semmelconcerts, sowie auch an Veranstaltungsstätten, wie z.B. dem Berliner Tempodrom oder der Waldbühne beteiligt.



Sollte vom Bundeskartellamt ein Missbrauch festgestellt werden, kann es unter anderem Auflagen festlegen, die Unternehmensstruktur zu entflechten. Bereits 2011 wurde ein Verfahren gegen Eventim eingeleitet, da Eventim die Fusion mit der Ticket-Online-Group nicht angemeldet hatte. Allerdings wurde das Verfahren eingestellt, da sich die Firma kurzerhand von Unternehmensteilen trennte und somit unter die Umsatzschwelle von 500 Millionen Euro fiel, bei der das Kartellamt nicht mehr zuständig ist.



Aber auch der Normalo Fan bekommt die Machenschaften des Unternehmens CTS Eventim zu spüren. So kann es vorkommen, dass Eventimkunden bereits vor dem offiziellen Vorverkaufsstart sich Tickets sichern können. Konzertbesucher, die nicht bereit sind mit ihren persönlichen Daten den "Ticket Alarm" von Eventim zu füttern haben dann genauso das Nachsehen, wie andere Kartenhändler.